Information zu COVID-19

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Wichtige Information / Isolation überstehen / 5 Phasen Bewältigung

 

 

WICHTIGE INFORMATION - COVID-19

 

Liebe Patientinnen und Patienten!


Termine in der Ordination können wahrgenommen werden, jedoch muss bei Besuch der Ordination eine Maske getragen werden. Wir bitten Sie daher eine FFP2-Maske bzw. einen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen.

Falls Sie zu einer Risikogruppe zählen oder an folgenden Symptomen leiden, bitten wir Sie die Ordinations-Räumlichkeiten nicht zu betreten: Fieber und/oder Husten und/oder Kurzatmigkeit und/oder Geschmacks- und/oder Geruchsstörung.

 

 

 

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Die Ängste und Herausforderungen, mit denen Menschen während der aktuellen Corona-Pandemie zu kämpfen haben, können uns alle betreffen – unabhängig von Alter, Bildung oder Herkunft. Auch psychologische Hilfestellungen sollten daher für jede/n so gut wie möglich zugänglich sein.

Aus diesem Grund finden Sie hier, wertvolle Tipps in mehreren Sprachen, wie Sie häusliche Isolation und Quarantäne gut überstehen, Empfehlungen zum Umgang mit überbordenden Ängsten und Sorgen, Maßnahmen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen und wie man mit aufkommenden Konflikten und/oder Gewalt umgehen könnte.

Ein herzlicher Dank geht an den Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP).

Hier finden Sie alle Versionen im Überblick:

Deutsch, Englisch, Bosnisch/Serbisch/Kroatisch, Türkisch, Arabisch, Italienisch, Farsi, Russisch, Ungarisch, Rumänisch, Bulgarisch, Tschechisch, Somali, Spanisch

 

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COVID-19: Wie Sie häusliche Isolation und Quarantäne gut überstehen


Häusliche Isolation und Quarantäne sind Ausnahmesituationen, welche die meisten Menschen noch nicht erlebt haben. Diese gesetzten Maßnahmen können auf die Psyche einwirken und für Betroffene sehr belastend sein. Es gibt klare, wissenschaftlich erforschte und bewährte Verhaltensmaßnahmen und mentale Strategien, die es ermöglichen, diese Ausnahmesituation zu meistern. Grundsätzlich gilt: Jeder Mensch ist anders, jede/r sollte sich die Empfehlungen übernehmen, die für ihn/sie am besten passen.

 

 

Allgemeine praktische Tipps:

Konsumieren Sie Medien bewusst und gezielt.
Fakten helfen gegen überschwemmende Gefühle. Seriöse und klare Informationen geben Orientierung und Sicherheit. Immer wieder mit bestimmten Bildern und Schilderungen konfrontiert zu werden, auch von seriösen Medien vermittelt, ist nicht hilfreich sondern belastend. Setzen Sie Grenzen und verzichten Sie darauf, die massenweise kursierenden SMS, E-Mails, Videos, Whatsapp-Nachrichten und Meldungen auf sozialen Medien zu COVID-19 zu lesen. Vermeiden Sie ununterbrochenen  Medienkonsum.

 

Halten Sie eine Tagesstruktur ein.
Geplantes Handeln beugt Kontrollverlust und Hilflosigkeit vor. Durch geplantes Handeln hat man das Gefühl, einer Situation nicht hilflos ausgeliefert zu sein, sondern diese aktiv zu gestalten. Struktur hilft gegen Chaos, gibt Sicherheit und stärkt in Stresssituationen. Unsere Tagesstruktur ist mit einem Ritual vergleichbar: also nicht im Pyjama  bleiben, sondern wie immer aufstehen, sich anziehen, die üblichen Essens-, Schlafens-, Arbeits- oder Lernzeiten einhalten. Versuchen Sie Ihre Tagesstruktur an die aktuelle Situation anzupassen.

 

Besinnen Sie sich auf Ihre Stärken.
Ressourcen helfen, Krisensituationen durchzustehen. Innere Ressourcen sind alles, was Sie an positiven Er fahrungen in Ihrem Leben gemacht haben, alle Probleme die Sie schon überwunden und gelöst haben, Ihre Stärken und Talente, alles, was an Fähigkeiten, Neigungen etc. vorhanden ist. Ressourcen sind Kraftquellen. Aktivieren und nutzen Sie diese.

 

Bleiben Sie in Bewegung.
Bewegung bewirkt Wunder im Kopf und wirkt sich, wissenschaftlich nachgewiesen, positiv auf unsere Psyche aus. Aktivität ist auch auf engem Raum möglich: Videos im Internet liefern Anregungen und Trainingsprogramme.

 

Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte.
Verbundenheit mit anderen Menschen gibt Halt. Nutzen Sie dazu das Telefon und Videochats.

 

Denken Sie daran, die Situation wird vorübergehen.
Es ist es wichtig zu verstehen, dass der COVID-19-Ausbruch unweigerlich vorübergehen wird. Nutzen Sie einfache Möglichkeiten, um Ihr Erkrankungsrisiko zu vermindern, z.B. durch regelmäßiges Händewaschen und Vermeiden von engem zwischenmenschlichem Kontakt. Planen Sie Aktivitäten, die Sie nach der aktuellen Situation ausführen möchten.

 

Quelle: https://www.boep.or.at/psychologische-behandlung/informationen-zum-coronavirus-covid-19

 

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Die 5 Phasen der Bewältigung

Weil die folgenden Irrtümer auch unter gebildeten Menschen und medizinischem Personal kursieren,
werden diese und ihre Widerlegung im Folgenden dargelegt.

 

Phase 1: Inkubation – zwischen Erregung und Bagatellisierung
Im Erleben der Menschen hat die Corona-Krise als weit entferntes Medienthema angefangen. Befragt nach Schlüsselbildern berichten chinesische Interviewpartner über die Momentaufnahmen der Flüchtenden aus Wuhan, die die Bahnhöfe okkupieren. Interviewpartner aus den drei westlichen Ländern schildern uns von schwer einzuordnenden Bildern von chinesischen Krankenpflegern in Ganzkörperschutzanzügen, die an Astronauten in einem Raumschiff erinnern. Die Bilder zeigen, dass da etwas Gefährliches außer Kontrolle geraten ist, dessen Tragweite man gleichzeitig aber nicht verstehen kann. Auch die Tonspur zu den Medienbildern, die Rede von gefährlichen Viren, Analogie zu früheren SARS-Epidemie-Ausbrüchen bleiben abstrakt. In der folgenden psychologischen Inkubationszeit schwanken die Menschen zwischen Erregung, die immer auch wieder in das Muster einer typisch aufgebauschten Medienhysterie fällt, und Bagatellisierung, die den Eindruck von Gefahr abwehrt und herunterspielt. In den Gesprächen stoßen diese Standpunkte aufeinander. „Da braut sich etwas zusammen, es wird alles viel zu leicht genommen“ vs. „alles aufgebauscht und heillos übertrieben“. Die Unfassbarkeit des Virus, seine Eigenheit, infektiös zu sein ohne sichtbare Krankheitszeichen, seine schleichende Verbreitung, führen zur Ausbildung einer gespaltenen, fundamental verunsicherten Wahrnehmung: die Gefahr ist weit weg und gleichzeitig schon mitten unter uns. Man beruhigt sich mit dem Gedanken, der Virus ist nur eine besondere Art der Grippe, und gleichzeitig ahnt man, vielleicht hat das eine ganz neue Dimension. Der schwelende Zustand der Inkubation nimmt immer mehr Raum ein in den Medien, in den Gesprächen untereinander, in den Social Media, in den eigenem Gedanken.

Phase 2: Panik und Agieren
Die schwelende Unruhe geht in Anflüge von Panik über, wenn erste Fälle das direkte lokale Umfeld erreichen. In China stiegen Anfang bis Mitte Februar die Fallzahlen in allen Provinzen, in Italien tauchten die ersten Cluster Ende Februar auf. Nachdem in Deutschland die ersten Einzelfälle glimpflich verliefen, kam der Ausbruch im Rheinland verbunden mit der Phantasie, dass die Betroffenen die Viren im Karnevalstrubel unkontrollierbar verbreitet haben. In den USA gilt ab dem 12. März ein Einreiseverbot für alle europäischen Bürger außer UK.
Der Umgang mit der latenten Panik unterscheidet sich auf individueller und gesellschaftlicher Ebene. Manche Menschen agieren ihre Panik sehr stark aus, bisweilen bis zu einer Paranoia. Sie entwickeln Putz-, Desinfektions- und Waschzwänge, die den erlebten Kontrollverlust neu unter Kontrolle zu bringen versucht. Sie sehen in jedem Kontakt mit anderen Menschen eine potenzielle Lebensgefahr und ziehen sich zurück. Sie versuchen ihre Angst mit Hamsterkäufen und vorbeugendem „Prepper“-Verhalten zu bannen. Interessant ist, was in den einzelnen Ländern gehamstert wird. In China sind es Atemmasken, weil man sich in den verdichteten Megastädten schützen will. In Deutschland sind es Toilettenpapier und Desinfektionsmittel, dem ordnungsliebenden Charakter der Deutschen folgend. In Italien werden bevorzugt Lebensmittel gebunkert und in USA denkt man an Benzinvorräte und Waffen, die man für den Ernstfall parat haben sollte. Eine naheliegende Bearbeitungsform ist es auch, die Panik vor Krankheit und Tod auf die Panik vor wirtschaftlichem Ruin zu verschieben. Hiobsbotschaften über die generelle wirtschaftliche Rezession, Nachrichten vom Ausfall ganzer Wirtschaftszweige (Lieferkettenprobleme in Deutschland, Ausfall des Tourismus in Italien) und Kurzschlussreaktionen an den Börsen sind die Zeichen, an denen sich die Panik festmachen lässt.
Schließlich kann die manifestierende Verdrängung und Verleugnung eine Reaktion auf die latente Panik sein. Den Ernst der Lage in stiller Duldsamkeit aussitzen und der Dinge harren, die da kommen, entspricht einem tief verankerten chinesischem Mentalitätsmuster. Fakten durch alternative Thesen zu relativieren und die Konfrontation mit der Realität zu umgehen, entspricht dem derzeitigen Diskursmuster der politisch tief gespaltenen amerikanischen Kultur, die noch nicht einmal dem WHO-Testverfahren für den Corona-Virus folgt, nun aber mit dem Finger auf Europa zeigt und die Einreisen begrenzt.

Phase 3: Isolation und Depression
Das letzte Mittel gegen die komplett unkontrollierte Ausbreitung des Virus ist die soziale Distanzierung. Es gelingt, die Infektion zumindest zu verlangsamen, wenn Einzelne bzw. Familien konsequent zu Hause bleiben und sich gewissermaßen selbst in Schutzhaft nehmen. Seit Anfang März sind die Italiener landesweit dazu aufgefordert, das Haus möglichst nicht mehr zu verlassen. In China wird die Isolation durch den Staat gezielt mit digitaler Überwachungstechnologie organisiert, etwa mit Chip-Karten, die für den Zugang zu und Ausgang aus Apartment-Blocks erforderlich sind.
In den Interviews zeigen sich gemischte Reaktionen auf die staatlich angeordnete Isolation. Die häusliche Isolation wird als Übergang in den manifesten Krisen- und Kriegszustand erlebt. Man geht gewissermaßen in den Bunker und wartet ab, bis der Sturm bzw. Angriff vorbei ist. Mit dem Rückzug ergreift man endlich konsequente Maßnahmen und kommt aus dem Panik-Modus heraus. Zugleich berichten die chinesischen und italienischen Testpersonen, dass die soziale Isolation stark belastend ist. Denn China und Italien sind sehr auf die erweiterte Familie und die soziale Gruppe ausgerichtete Kulturen. Den Rückhalt durch die Familie zu verlieren und auf sich selbst zurückgeworfen zu sein, erzeugt bzw. steigert Gefühle der Hilflosigkeit und Depression. Das wird dadurch verstärkt, dass die Gesamtlage unbestimmt und die Zukunftsaussichten unsicher sind. Ob man jemals zurück zum normalen Leben finden wird, erscheint ungewiss. Von der Welt draußen hört man, dass Messehallen zu Lazaretten umfunktioniert werden (so in Mailand) oder dass normalerweise verstopfte Ausfallstraßen menschenleer bleiben (so in Peking).

Phase 4: Neubesinnung
Zugleich bietet die unfreiwillige Auszeit vom bisherigen sozialen Alltagsbetrieb neue Freiräume und Spielräume. Die Interviewpartner berichten davon, wie wohltuend die Ruhe und Entschleunigung in den eigenen vier Wänden ist. Familien rücken enger zusammen und stellen fest, dass man das erste Mal seit Jahren wieder „tiefe Gespräche“ führt. Aus China wird berichtet, dass man in der erzwungenen Home-Office-Situation erstmals eine neue Selbstständigkeit gegenüber seinem Arbeitgeber einübt. Während man bislang im Großraumoffice daran gewöhnt ist, dass der Chef alle halbe Stunde über die Schulter guckt, übernimmt man jetzt die Verantwortung für den eigenen Arbeitsfortschritt.
In lahm gelegten Kleinunternehmen, die von der einsetzenden Corona-Rezession betroffen sind, nutzt man die Zwangspause für liegengebliebene Inventuren oder das Überdenken der eigenen Geschäftsstrategie.

Phase 5: Erholung und Normalisierung
Bisher ist nur in China die Phase der Wiederherstellung erreicht. Nach dem Rückgang der Fallzahlen und der gelungenen Eindämmung der Pandemie kehren die Menschen auf die Straßen zurück und nehmen am Alltagsaustausch wieder teil. Die Menschen treffen sich wieder zum Schwätzchen auf dem Hinterhof, halten dabei jetzt aber einen Sicherheitsabstand und tragen weiterhin Atemschutzmasken.
Die Wiederherstellung des normalen Betriebs geht nicht reibungslos vonstatten. Geschäftsverbindungen sind unterbrochen, im Lehrstoff der Schule klaffen Lücken, die Versorgung mit Gütern ist noch nicht auf dem alten Stand.
Dennoch herrscht in China aktuell Erleichterung. Das Schlimmste scheint überwunden zu sein. Der Rückweg zur Normalität ist frei.

 

Quelle: https://www.horizont.net/planung-analyse/nachrichten/studie-zum-umgang-mit-corona-wie-das-virus-die-globale-kultur-infiziert-181632

 

 

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Wichtige Telefonnummern / Kontaktinformationen



Psychosoziale Unterstützung:

Hotline AGES (tägl. 00:00-24:00): 0800 555 621
Helpline des Berufsverbandes Österreichischer PsychologInnen: 01 504 8000
Kriseninterventionsteam des Landes Steiermark: 0664 85 00 224
Frauenhelpline: 0800 222 555
Männernotruf: 0800 246 247
Fit2work – klinisch-psychologische Behandlung: 0800 500 118
Team Österreich: 0800 600 600
Telefonseelsorge: 142 und https://www.telefonseelsorge.at/
Rat auf Draht: 147
Ö3 Kummernummer: 116123

Bei allgemeinen Fragen zum Coronavirus:

Gesundheitsnummer: 1450
Infos zu Übertragung, Symptomen und Vorbeugung: 0800 555 621
Hotline ÄK Steiermark: 03168044-850, 851, 852
Notfall Tierbetreuung

Fragen zum Arbeitsrecht:

Fragen zum aktuellen Arbeitsrecht: Arbeiterkammer 0800 22 12 00 80

Informationen der WKO:

Coronavirus Infopoint: 05 90900-4352

Kinderbetreuung:

Kinderbetreuungs-Hotline 24h 0800 202099 – hilft bei der Suche nach Kinderbetreuung
 

 

LINKS

 

Infos der AGES
Infos des Gesundheitsministeriums
Infos in Englisch (Stadt Wien), Bosnisch/Kroatisch/Serbisch, Türkisch
Infos in mehreren Fremdsprachen (Integrationsfonds)
Infos in Gebärdensprache (Gesundheitsministerium)
Infos der WHO
Reisehinweise des Außenministeriums nach Ländern geordnet

 

Berücksichtigen Sie die allgemeine Schutzmaßnahmen!


Quelle: https://www.boep.or.at/psychologische-behandlung/informationen-zum-coronavirus-covid-19


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